Scheidung: Getrennte Wohnungen nicht zwingend erforderlich

Bei einer Trennung von Eheleuten ist es nicht zwingend notwendig, dass einer der Partner auszieht, damit die Trennung als offiziell gilt. Es genügt, wenn innerhalb der gemeinsamen Wohnung ein gewisses Maß an räumlicher Trennung gegeben ist. Dazu gehören getrennte Wohn- und Schlafbereiche sowie das Fehlen wesentlicher persönlicher Beziehungen. Dies hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschieden (AZ: 1 UF 160/23). Im behandelten Fall stritten die Eheleute über den maßgeblichen Trennungszeitpunkt für die gegenseitige Auskunftspflicht zum Trennungsvermögen. Obwohl sie noch im selben Haus lebten, hatte der Mann eine „Schlafstätte nebst Badezimmer im Keller“ bezogen, nachdem seine Frau ihm per E-Mail mitgeteilt hatte, die häusliche Gemeinschaft nicht mehr herstellen zu wollen. Das Gericht gab der Frau Recht, die einen früheren Trennungszeitpunkt angab. Bei der Feststellung des Trennungszeitpunkts berücksichtigten die Richter sowohl objektive als auch subjektive Kriterien. Eine persönliche Beziehung zwischen den Eheleuten sowie gelegentliche gemeinsame Aktivitäten wurden als unwesentlich angesehen, solange ein angemessenes Maß an räumlicher Trennung bestand.
Quelle und weitere Informationen: ordentliche-gerichtsbarkeit.hessen.de
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