Die Angabe des Gesamtkaufpreises der Immobilie ist für Makler und Bauträger gesetzlich vorgeschrieben. Für Privatverkäufer gilt das nicht. Es empfiehlt sich aber auch für ihn, alle Kosten – auch die neben dem Kaufpreis zusätzlich anfallenden – anzugeben, wenn das Vertrauen des Kaufinteressenten gewonnen werden soll.
Der Verkaufspreis sollte vom Verkäufer gemeinsam mit einem Fachmann festgelegt werden. Erste Anhaltspunkte für vergleichbare Objekt auf dem Immobilienmarkt bieten Internetangebote und Zeitungsanzeigen. Allerdings muss der Angebotspreis nicht unbedingt mit dem erzielten Preis übereinstimmen. Die Kaufpreisermittlung bietet auch der Makler als Kenner des Marktes an. Örtliche Makler können Preisspiegel vorlegen. Die fundierteste, aber kostenintensivste Möglichkeit der Wertermittlung ist die durch einen vereidigten Sachverständigen oder Gutachter. Der von ihm ermittelte Verkehrswert, der bestmögliche Marktpreis, den der Verkäufer zum Zeitpunkt der Verkaufabsicht „im gewöhnlichen Geschäftsverkehr“ erzielen kann – kann allerdings erheblich vom aktuell zu erzielenden Marktpreis abweichen.
Die Immobilie ist immer ein Einzelstück, ein Unikat. Anders als beim Verkauf eines Autos, wo sich problemlos ein Marktpreis ermitteln lässt, ist der Wert einer Immobilie nicht so leicht einzuschätzen.