Gasrechnung: Nachträgliche Anpassung der Schätzwerte zulässig

In einem Rechtsstreit über eine Gasrechnung hat das Amtsgericht München eine Klage auf Zahlung von 4.259,56 EUR abgewiesen. Die Klägerin hatte von März 2020 bis März 2021 Gas von einem Anbieter bezogen und sollte für einen berechneten Gasverbrauch von 63.528 kWh die genannte Summe zahlen. Sie weigerte sich jedoch, diese Zahlung zu leisten und argumentierte, dass der in ihrer Jahresabrechnung ermittelte Gasverbrauch viel zu hoch sei. Der Verbrauch in den Vorjahren sei deutlich niedriger gewesen, und es habe sich an den Umständen nichts geändert.

Das Amtsgericht stellte jedoch fest, dass der hohe Verbrauch im Jahr 2021 auf einer zu niedrigen Schätzung des Vorjahres von 10.347 kWh beruhte, die im Nachhinein korrigiert wurde. Die Gasabrechnung sei insgesamt korrekt, da eine nachträgliche Anpassung der Schätzwerte zulässig ist. Die Möglichkeit, die Kosten durch eine Ablesung des Verbrauchs am Ende des ersten Jahres genauer zu verteilen, habe die Klägerin nicht genutzt.

Der Anbieter habe daher eine Schätzung vorgenommen. Das Amtsgericht betonte, dass dies den gesetzlich zulässigen Abrechnungsmechanismen entspricht. Die Klägerin sei somit verpflichtet, das tatsächlich bezogene Gas zu bezahlen. Das Urteil des Amtsgerichts München (Aktenzeichen: 172 C 12407/23) ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

Quelle: justiz.bayern.de/AZ: 172 C 12407/23
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