Bauabnahme: Wichtige Tipps für private Bauherren

Die Bauabnahme ist ein kritischer Schritt für private Bauherren, der signalisiert, dass das Bauwerk fertiggestellt ist. Doch die Erfahrung zeigt, dass kaum ein Neubau ohne Mängel abgenommen wird. Der Verband privater Bauherren (VPB) empfiehlt daher, unabhängige Sachverständige zur Abnahme hinzuzuziehen, um mögliche Mängel zu identifizieren.

Eine formelle Bauabnahme sollte immer durch ein Abnahmeprotokoll dokumentiert werden, in dem alle festgestellten Mängel aufgelistet sind. Dazu zählen auch solche Mängel, die bereits bei früheren Begehungen entdeckt wurden. Es ist wichtig, dass Bauherren nicht nur Schäden, sondern auch Abweichungen von den vertraglichen Vereinbarungen ins Protokoll aufnehmen. Rechte wegen der festgehaltenen Mängel sollten ausdrücklich vorbehalten werden, um das spätere Vorgehen zu erleichtern.

Bauherren sollten zudem im Protokoll festhalten, dass Nachbesserungen gefordert und angemessene Fristen dafür gesetzt wurden. Um Druck auszuüben, kann ein Teil der Zahlung für die Mängelbeseitigung einbehalten werden. Bei wesentlichen Mängeln, die die Nutzung des Gebäudes beeinträchtigen, kann die Abnahme verweigert werden. Es ist wichtig, sich ausreichend Zeit für die Bauabnahme zu nehmen und keinesfalls die Schlussrechnung vorab zu begleichen.
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